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Ein Brief aus Nigeria

bild_sunrise_51971_s153_1Im Jahre 1953 war es dem Herausgeber dieser Zeitschrift möglich, Lagos in Nigeria zu besuchen, wo er mit einer Anzahl Einheimischer aus verschiedenen Teilen des Landes zusammentraf. Vergangenen Monat erhielt er von einem jener Leute, mit denen er damals sprach, folgende Mitteilung. Wir freuen uns, dieses wahrhaft menschliche Dokument unseren Lesern zur Kenntnis bringen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieber Herr!

Während des letzten Konfliktes in meinem Lande, der viel Leid verursachte, führten die Erlebnisse der Menschen zu verschiedenen Gedanken und Überlegungen. Angesichts der traurigen Ereignisse fragten sich die Betroffenen, ob es einen Gott gibt oder nicht; ob es ein Gewissen gibt oder nicht. Viele Familien wurden vollkommen vernichtet. Die Menschen beteten und wünschten ein Eingreifen des Himmels herbei. Schon immer war ich der Meinung, daß dieses Phänomen nur einer jener Kataklysmen ist, wie sie in der Geschichte und im Werdegang des Einzelwesens, bis zur nationalen- und Weltebene, vorkommen. Da hindurchgegangen zu sein ist etwas, das bedeutend genug ist, um seine Betrachtung im Lichte der theosophischen Philosophie zu rechtfertigen.

In dieser Stimmung hatte ich das heftige Verlangen, Ihnen zu schreiben, weil ich mich während dieser ganzen Zeit der Drangsal, durch meinen Glauben an diese praktische Philosophie, die in unserem individuellen und gemeinsamen Leben eine wichtige Rolle spielt, gestärkt fühlte. Die verworrenen und schwierigen Lektionen des Krieges und seine verheerenden Wirkungen mußten gelernt werden, besonders weil sie die Einstellung unseren Mitmenschen gegenüber ändern. Wir müssen lernen, die Freuden und Leiden anderer mitzufühlen, wenn der Geist des Mitleids lebendig werden soll. Wir müssen lernen, die bösartigen, selbstsüchtigen Neigungen und die Gier nach Besitz abzulegen, um einen Weg nach innen, zu unserem höheren Selbst zu finden. Nur wenn es laut in unserem Herzen spricht, können wir sogleich diese harmonische Schwingung für Einheit und Brüderlichkeit in Bewegung setzen. Nur dann können wir lernen, anderen nicht das zu tun, wovon wir wünschen, daß es nicht uns getan wird.

Wenn ich an meine Beziehung zu anderen denke, möglicherweise zu einem Bauern, einem Priester, einem Politiker oder zu einem König, dann muß ich mich nicht so sehr mit seiner physischen Gestalt, seinem Reichtum oder seiner Macht beschäftigen, sondern ich muß ihn als Seele erkennen und im Lichte der Manifestationen seines inneren Selbstes, seien diese nun gut oder schlecht. Es wäre daher falsch und eine große Torheit, nur die äußeren Errungenschaften zu sehen, wenn der spirituelle Hintergrund negativ ist. Es wäre deshalb zum Beispiel ein Irrtum, den Johann, der den Jakob heimlich bestahl und sich dessen Vermögen aneignete, wegen seiner neu erworbenen Wohlhabenheit zu achten und zu ehren, auch wenn er freigebig ist, indem er Pfennige unter andere ausstreut, um deren Vertrauen zu gewinnen und beliebt zu werden.

Ich erinnere mich noch sehr gut an Ihren Besuch in Nigeria im Jahre 1953. Damals erkannte ich nur schwach, daß ich eine Menge durch Ihr Interesse an unserem Wohlergehen gelernt habe. Durch den Kontakt während jener Begegnung wurde ich mir dessen bewußt. All die Jahre hindurch habe ich mich nun unaufhörlich bemüht, mich spontan und auf ein inneres Gebot hin in der rechten Weise für die Probleme anderer zu interessieren, und nun habe ich mich entschlossen, Ihnen meine Erfahrungen, die ich während des Krieges gemacht habe, mitzuteilen, da sie mein Gemüt auf das tiefste erschütterten.

Im Jahre 1961 hatte ich einen Posten in einer Grenzprovinz zwischen den östlichen und nördlichen Gebieten von Nigeria. Die Bewohner sind wirklich arm und sind oftmals nicht in der Lage, Krankenhaus-Rechnungen zu bezahlen. Manchmal fand ich es als notwendig, die Rechnungen für die Allerärmsten zu tilgen, und ich tat es auch, weil ich Mitleid hatte. Durch meine Beschäftigung - ich mußte Steuern erheben - war es mir möglich, beständig mit den Patienten Kontakt zu haben. Wenn man auch nur einen Funken Mitleid besitzt, so muß man mit ihnen fühlen.

Eines Nachmittags kam ein Mann ins Krankenhaus, der an einem Handgelenk schwere Verletzungen durch ein Buschmesser erlitten hatte. Er war ein Bauer. Die anfallenden Krankenhauskosten für seine Behandlung beliefen sich auf nahezu sechzig Schilling. Aber so viel konnte er nicht bezahlen. Es gab keine andere Wahl, als wieder zu gehen, ohne daß seine Verletzung behandelt worden war. Mich erschütterte seine mißliche Lage, und so beschloß ich, die Rechnung zu übernehmen. Daraufhin wurde er behandelt. Ich hatte den Eindruck, daß außer mir niemand da war, der für ihn sorgte und sich um ihn kümmerte. Er erholte sich sehr schnell, und ich sah, daß er nun sehr froh und glücklich war. Das war im Jahre 1964.

Am 6. Juli 1967 brach der Krieg aus - drei Jahre nach dem oben erzählten Vorfall. Am 11. Juli hatte ich meine Habseligkeiten zusammengepackt, wie es alle taten, und machte meine Familie bereit für die Evakuierung in meinen Heimatort, der über 200 Meilen südlicher liegt. Da keine Beförderungsmittel beschafft werden konnten, warteten wir bis zum nächsten Tag.

Am Morgen des 12. Juli überlegten wir, was wir tun sollten. Alle waren bedrückt. Viele Leute, die das Glück hatten, während der Nacht Transportmöglichkeiten zu finden, waren geflohen. Niemand wußte, daß der Ort bereits von Truppen umzingelt war. Zu unserer Überraschung und zu unserem Kummer begann genau um 7.05 Uhr vormittags ringsumher ein für unsere Ohren ungewohntes Dröhnen, das Brüllen von Kanonen und anderer ungewohnter Kriegsmaschinen. Alle gerieten in höchste Aufregung. Der ganze Ort sah aus, als sei er in Flammen gehüllt, und das einzige Bestreben war, ein Versteck zu finden.

Meine Frau war nicht im Haus und hatte das jüngste Kind bei sich. Ich mußte die übrigen acht Kinder und einen Hausdiener zusammenbringen. Sie wurden voller Aufregung in meinen Büroraum gebracht, der kaum 25 Meter von meiner Wohnung entfernt war. Dort sollten sie bleiben, während ich wegging, um ihre Mutter zu holen, die sich hinter dem Haus befand, wo sie etwas für ein Frühstück zusammentrug. Es wurde keine Zeit verschwendet. In weniger als zehn Minuten waren wir zu meinem Büroraum zurückgekehrt. Alle waren geflohen, nur der neunjährige Junge Ogbonna und das dreijährige Mädchen Uloma waren noch da. Von verschiedenen Seiten kamen die Kugeln ausgerechnet in unsere Richtung geflogen, und es war unmöglich, sich zu entfernen und nach den Kindern zu suchen; auch nicht nach den ganz kleinen, die vier und fünf Jahre alt waren. Es war ein Moment höchster Pein. Um unser eigenes Leben zu retten, flüchteten wir sofort in einen in der Nähe befindlichen Graben und hofften, daß das Schießen bald nachlassen und sich eine Gelegenheit bieten würde, um nach den Kindern suchen zu können. Aber das Gegenteil war der Fall, und so verbrachten wir vierundzwanzig Stunden bei heftigem Regen im Graben. Wir hatten nichts zu essen, kein Wasser, und so war meine kleine, damals elf Monate alte Tochter nahe daran, in den Armen ihrer Mutter zu sterben. Da fiel mir ein, daß irgendeine Flüssigkeit in dem kleinen Sack war, den ich mitgenommen hatte, als wir aus unserer Wohnung flohen. Es war eine große Flasche mit starkem Bier. Mit recht kraftlosen Zähnen brachten wir es fertig, die Flasche zu öffnen und wir gaben dem Kind einen kleinen Schluck davon. Das half ihm, und es erholte sich.

Beim Suchen nach einem Versteck waren uns einige andere Leute in den Graben gefolgt. Unter ihnen befand sich eine Frau, die weniger als vier Stunden bevor das Schießen begann, ein Mädchen geboren hatte. Das führte zu einem aufregenden Zwischenfall. Das Kind schrie. Sofort wurden alle Insassen des Grabens sehr beunruhigt, weil sie fürchteten, das schreiende Kind würde bald die Aufmerksamkeit der Soldaten auf uns lenken und damit unser Leben gefährden. Einige wurden zornig und fast einmütig wurde verlangt, daß die Frau mit dem Kind den Graben verlassen sollte. Es bestand natürlich kein Zweifel, unsere Sicherheit war durch das Schreien sehr bedroht.

Und dennoch, warum sollten wir die Frau und das Kind einer noch größeren Gefahr aussetzen? Ich sprach ganz ruhig mit den Leuten und konnte sie überzeugen, daß es sehr grausam von uns wäre, die Frau auf diese Weise regulär auszusetzen, denn ich konnte zwischen unserem Leben und dem Leben des Kindes und der Mutter keinen Unterschied feststellen. Ich nahm das Kind und übergab es meiner Frau, damit sie es beruhige. Es war das erste Kind dieser Frau und sie hatte noch keine Erfahrung. Sonderbar, nun war wieder Ruhe im Graben und wir konzentrierten uns ernsthaft auf unsere Sicherheit. Soldaten marschierten am Graben vorbei, doch wir wurden nicht bemerkt. Vorsicht lautete die Losung, da jedes Näherkommen eines Soldaten an unser Versteck unsere Herzen pochen ließ. Wir hatten nur noch das Gefühl, daß unsere letzte Stunde gekommen war.

Am Morgen des 13. Juli schien das Schießen nachzulassen und wir krochen aus dem Graben. Die Umstände waren sehr ungünstig. Ich blickte in die Richtung meiner Wohnung und sah, daß Plünderer absolut nichts übriggelassen hatten. Ins Haus konnte man nicht gehen, denn ein vorbeigehender Mann, der mich vor dem Krieg gelegentlich besucht hatte, warnte uns. Er riet uns, sofort und ehe wir von feindlich gesinnten Leuten bemerkt werden konnten, uns zu entfernen. Er hatte einen Palmwedel bei sich, das war das Kennzeichen, daß er ein Bauer war, deshalb war er außer Gefahr. Es gab keine andere Wahl. Wir trennten uns und gingen in verschiedenen Richtungen in den Busch.

Während wir durch den Busch liefen, dachten wir an unsere sechs Kinder, die nicht bei uns waren, und wir waren beunruhigt. Es gab keine Gelegenheit, noch nach ihnen zu suchen. Beständig befanden wir uns in unendlicher Enttäuschung, Verzweiflung, in Kummer und Seelenangst.

Wir wateten durch den Busch und durch Sümpfe, bis wir an das Ufer eines Flusses kamen. Diesen Fluß konnten wir nur mit einem Kanu überqueren. Es war sonst unmöglich. Entmutigt und erschöpft entschieden wir uns, ein passendes Versteck unter einem Gebüsch zu suchen. Es war schrecklich. Vor uns versperrte der Fluß den Weg und wir konnten nicht hinüber. Rechts befand sich ein endloser, unpassierbarer Sumpf. Links war, weniger als eine halbe Meile entfernt, eine Brücke, die bereits von Soldaten bewacht wurde. Und so saßen wir zwischen Erdhügeln unter einigen Blätterbüscheln, die uns vor dem heftigen Regen schützten. Es wurde Nacht, und die Lage war gleich mißlich, ob wir schliefen oder nicht. Meine Frau sammelte ein paar Blätter, die sie zu einer Schlafstelle für die drei kleinen Kinder, die noch unsere einzigen Gefährten waren, ausbreitete. Sie waren jetzt unser einziger Besitz im Leben. Dann kam der Augenblick, der Höhepunkt dieser Geschichte, der mir viel Inspiration und spirituelle Werte brachte.

Sie werden sich an den Eingeborenen erinnern, der sich im Jahre 1964 mit dem Buschmesser verletzt hatte, und an die Hilfe, die ihm gegeben wurde. Am Abend des 14. Juli 1967 kroch ich aus unserem Versteck näher an das Flußufer heran, wo ich die Leute beobachten konnte, die kamen, um im Fluß zu baden. Zu meiner größten Überraschung sah ich diesen Mann allein am Ufer. Ich räusperte mich, und so konnte er mich bemerken. Ich erhob die Hände ein wenig und winkte ihm näher zu kommen, so daß ich mit ihm sprechen konnte. Er kam näher und seufzte, und ich sah, wie seine Augen sich mit Tränen füllten. Ich sprach mit leiser Stimme, fast flüsternd, mit ihm und bat ihn, ein Kanu zu besorgen und uns über den Fluß zu setzen. Leise sagte er, "Du hast mir das Leben gerettet, nichts wird mich hindern, das deine zu retten." Er gab mir ein Zeichen und mahnte mich, wir sollten uns ruhig verhalten, weil überall Soldaten waren. Schließlich versprach er, ein Kanu zum Übersetzen zu besorgen. An diesem Abend war es ihm unmöglich zu kommen. Später erfuhr ich von ihm die Gründe dafür. Erstens gab es wenig Kanus, und das zweite Hindernis ergab sich bei der Verhandlung, denn er wollte natürlich niemandem sagen, wozu das Kanu gebraucht wurde. wir verbrachten eine weitere Nacht am Ufer auf Sandhügeln und Gras, den Betten unserer Vorfahren.

Am nächsten Morgen kroch ich wieder aus unserem Versteck und sah, daß er mit einem Kanu in unserer Richtung über den Fluß glitt. Ich fühlte mich erleichtert, und es schien mir, als sei ein Wunder geschehen. Mit meiner Frau, den drei Kindern und meinem ältesten Onkel setzte ich mich hinein. Er stieß ab, und ein wohltuendes Gefühl der Sicherheit überkam mich, als er uns außer Sicht brachte.

Um gewiß zu sein, daß er genügend für unsere Sicherheit gesorgt habe, entschloß er sich, uns auf der anderen Seite des Flusses gut vier Meilen durch den Busch zu führen. Nachdem wir Worte des Dankes und der Anerkennung ausgetauscht hatten, trennten wir uns. Ich war glücklich, mich an einem einigermaßen sicheren Ort zu befinden, und nahm die Gelegenheit wahr, darüber nachzudenken, was ich nun als nächstes tun sollte. Wahrlich, hier wurden nun zum ersten Male Pläne zu unserer Sicherheit festgelegt.

Nun erhebt sich hier die Frage, warum gerade dieser Mann unter allen Eingeborenen, unter den gegebenen Umständen, an dieser besonderen Stelle am Ufer des Flusses erscheinen mußte, um im Augenblick größter Not und Verzweiflung unser treuer Helfer zu sein. Über diese schwierige Frage sinne ich noch immer nach.

Wie ich schon andeutete, war die körperliche Verfassung schlecht, und ich raffte meine ganze Kraft zusammen und stellte mich den Soldaten. Mit meiner Frau hatte ich vereinbart, daß sie mir langsam folge, während ich auf einem geliehenen Fahrrad losfuhr. Dabei blieb die Frage offen, wie für die Sicherheit von Frau und Kindern gesorgt sei, wenn die Sache schief gehen sollte. Ich war dennoch entschlossen. Bei meiner Ankunft grüßte ich die Soldaten und die Erwiderung war vielversprechend. Doch als meine Personalien festgestellt wurden, bemerkte ich, daß sie vorsichtig und abweisend wurden. Der diensttuende Feldwebel entschied, daß ich unter Bewachung einem Armeeoffizier vorgeführt werden sollte, zur Feststellung, was mit mir geschehen sollte. Der in Frage kommende Offizier war nicht erreichbar, und so wandten wir uns an einen anderen Offizier. Nach einer Reihe von Fragen wurde ich "als entlastet entlassen." Was mir auf meinem Weg, den ich unter Bewachung zurücklegte, auffiel, war, daß alle Eingeborenen auf dem Marktplatz meinetwegen weinten. Für mich stand es fest, daß ich erschossen werden sollte. Für sie war es ein großes Ereignis, mich unverletzt zu sehen.

Abgezehrt und müde kam ich zurück, um nach meiner Frau und den drei Kindern zu sehen. Ich hatte erwartet, sie höchstens eine kurze Strecke weiter hinten aufzufinden. Aber dem war nicht so. Als ich den Ort erreichte, an dem ich sie verlassen hatte, waren sie nirgends zu sehen. Mir wurde klar, daß jemand sie veranlaßt haben mußte, meinen Anweisungen nicht zu folgen, weil man überzeugt war, daß nichts meine Tötung verhindern konnte. Die Eingeborenen waren vor dem Krieg zu mir immer freundlich gewesen, und obwohl sie nicht die Hand gegen uns ausstrecken würden, so war es ihnen dennoch unmöglich, uns aufzunehmen, aus Furcht vor den Rückwirkungen auf sie. Jetzt waren sie abermals sehr hilfsbereit. Sie machten große Anstrengungen, um heimlich Boten auszuschicken, die meine Frau finden und über meine Sicherheit unterrichten sollten. Sie hatten dabei Erfolg, und so war es für meine Frau und die Kinder möglich, am nächsten Tag zurückzukommen.

Doch die Lage war nicht so beruhigend und einfach, da alle Ibos später als Flüchtlinge ins Gefängnis gesteckt wurden. Wir konnten in unserer damaligen Lage nichts weiter tun als beten, daß uns auch weiterhin nichts geschehe.

Bald kam ein weiterer Herzenskummer. Ich wurde mit anderen Ibos in ein Gefängnis im Norden Nigerias verlegt. Meine Frau und die drei kleinen Kinder verblieben in dem anderen Gefängnis. Wenn ich an sie und an die sechs fehlenden Kinder dachte, so war das eine schwere Bürde für mein Herz, noch dazu in einer Umgebung, in der alles voller Ungewißheit war.

Während meiner ganzen Zeit im Gefängnis sah ich in der Theosophie eine lebendige Wahrheit. Das wurde am Ende des Krieges noch verstärkt. Die sechs Kinder und zwei weitere Verwandte, die mit mir zusammenlebten, kamen unversehrt heim. Wie mir erzählt wurde, rief jeder, der sie auf dem Weg sah, aus: "Das sind Ogubunkas Kinder." Sie wurden mitgenommen, geführt und geleitet, bis sie in meinem Heim ankamen. Es sind jene Kinder, um die wir während des dreißig Monate dauernden Krieges geweint und getrauert haben, die von ihren Eltern getrennt worden waren, aber die Götter waren mit ihnen. Im Januar 1970 gab es eine große Wiedervereinigung.